Wahlkreis-Dialog Auswertung

Mein Praktikum bei der Bäckerei Die Lohners in Schweich

Um 4 Uhr klingelt sonst sehr selten bei mir der Wecker, am Samstag aber schon, denn ich habe ein Praktikum bei der Bäckerei Die Lohners absolviert. Ich mache immer wieder Praxistage, um verschiedene Blickwinkel und Arbeitsrealitäten kennenzulernen.
Bäckerei, das bedeutet körperliche Arbeit zu Randzeiten. Es bedeutet auch, Austausch mit Menschen, ihnen mit einem leckeren Brot, Teilchen oder auch Waffel eine Freude zu machen sowie sie für den Tag zu stärken.
Vieles, was im Hintergrund an Vorbereitung und Einsatz geleistet wird, sieht man so gar nicht aus Kundensicht. Beeindruckt hat mich die familiäre Atmosphäre und wie eingespielt und motiviert das Team war.
  • In Zukunft möchte ich mich politisch dafür einsetzen:
  • Dass wir den Mittelstand in unserer Region stärken
  • Unternehmen beim Fachkräftemangel unterstützen
  • Die Ausbildung stärken und Azubis leichteren Zugang zur Arbeit ermöglichen via ÖPNV Ausbau und 365 EUR Ticket.
Ebenso ist bezahlbarer Wohnraum insbesondere in der Ausbildung wichtig.
Danke für die Einblicke an Filialleiterin Vanessa Prümm, an Gebietsleiter Herrn Spang und allen Mitarbeiterinnen für das herzliche Willkommen.
Ebenso gefreut habe ich mich über die vielen bekannten Besucherinnen und Besucher, die am Samstag bei mir Brötchen gekauft haben und mir Motivationsgeschenke für den Wahlkampfendspurt überreicht haben. Danke an die Ortsvereine aus Föhren SPD Föhren und Mehring fürs Vorbeischauen! 👋
Ich freue mich auf meinen nächsten Praxiseinsatz am 19. August in der Pflege des Brüderkrankenhauses.

Mein Besuch bei der Lebenshilfe

Ein absolutes Highlight: Diese Woche war ich bei der Lebenshilfe zum Interview mit Patrick Loppnow. Ein buntes Gespräch: Neben meinen Themen für die Region, ging es auch darum, welche Ideen die SPD für Inklusion hat und meinen Weg von der Gründung in die Politik.

Der Lebenshilfe fühle ich mich seit einem Vorpraktikum verbunden – ich erinnere mich gerne daran zurück und konnte einiges für mich mitnehmen. 

Während dieses Praktikums im Studium durfte ich einen Guinness-Weltrekordversuch im größten gemeinsamen Trommelwirbel zum 40-jährigen Jubiläum der Lebenshilfe Werke mitorganisieren. Tausende Menschen kamen hierfür nach Trier, darunter auch Malu Dreyer und Guildo Horn. Gemeinsam trommelten wir, um auf das Leistungsvermögen von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen, den Weltrekord haben wir erfolgreich geknackt. Selten habe ich so viel gesellschaftlichen Zusammenhalt gespürt wie in meiner Zeit als junge Praktikantin bei der Lebenshilfe. Diese Zeit hat mich und meine Sicht auf unsere Gesellschaft sehr geprägt.

Nun ging es im Juli nochmal zurück für einen halben Tag zum Besuch und Austausch. Gestartet bin ich bei meinem Praktikumstag um 9.00 Uhr in Begleitung des ehemaligen Geschäftsführers der Lebenshilfe, Ulrich Schwarz. Die Lebenshilfe hat sich seit damals wahnsinnig weiterentwickelt, es gibt dort eine Schlosserei, Schreinerei etc. sowie viele neue Räumlichkeiten und eine erweiterte Kantine. Dort haben wir eine Mittagspause eingelegt und es war sehr schön, viele altbekannte Gesichter wiederzusehen.

Nach dem Mittagessen ging es gestärkt weiter in die Tagesförderstätte der Lebenshilfe, die sich in der Trierer Paulinstraße befindet. Hier werden Menschen mit komplexen Behinderungen in einer tagesstrukturierenden Einrichtung betreut, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie jedem eine angemessene Beschäftigung ermöglicht. Ziel ist die Erweiterung Ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten, die Herausforderungen einer sinnstiftenden Beschäftigung sollen zu Erfolgserlebnissen und erhöhter Zufriedenheit führen. In der Tagesförderstätte gibt es hierfür vielfältige Angebote, die beispielsweise von der Herstellung von Marmeladen bis hin zur Individualbetreuung reichen. 

Mein besonderer Dank gilt dem Vorstand der Lebenshilfe, Heiko Reppich und der Leiterin der Tagesförderstätte, Ulrika Fischbeck die mich hier begleitet haben. Wir haben gute Gespräche etwa über das Bundesteilhabegesetz geführt, dieses stellt die größte Sozialreform der letzten Jahre dar. Hierzu konnte ich viele wertvolle Impulse und Erfahrungen aus der Praxis mitnehmen, die ich hoffentlich bald in Berlin einbringen kann.

Zum Abschluss meines Besuchs hat mich Uwe Steil durch das Wohnhaus der Lebenshilfe Trier in der Schützenstraße geführt, das er leitet. Hier wohnen Menschen mit Behinderungen unter dem Motto „Leben, so normal wie möglich – Selbst bestimmen, mitbestimmen, teilhaben“ in kleinen Wohngemeinschaften zusammen. Dabei werden Sie von Fachkräften der Lebenshilfe begleitet und unterstützt. Der herzliche Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern hat mich sehr gefreut, ich komme gerne wieder!

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich es immer wieder beeindruckend finde, was die Lebenshilfe mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Menschen in unserer Region leistet. Übrigens, ausgestrahlt wird das Interview in ein paar Wochen und ich werde es dann auch über meine Kanäle teilen.

 

Zukunftsgespräche – Verena virtuell im Gespräch mit Olaf Scholz und Malu Dreyer

Die digitale Deutschlandtour führte Olaf Scholz, Malu Dreyer und Bundestagskandidatin Verena Hubertz am 09.07.2021 nach Trier. Für die SPD ist klar: Wir bleiben im Gespräch, auch in dieser Zeit, in der wir direkte Begegnungen reduzieren müssen, um das Coronavirus zu stoppen.

Olaf Scholz erfuhr im Rahmen dieses Gesprächs, was die Menschen in Trier umtreibt, und hatte einige spannende Botschaften für die Bürgerinnen und Bürger in Trier.

Natürlich ging es im gemeinsamen Austausch. Dazu gab Olaf Scholz den Bürgerinnen und Bürgern in Trier Folgendes mit:

Viel zu viele in Deutschland werden schlecht bezahlt. Ich möchte erreichen, dass diese eine Lohnerhöhung bekommen. Die SPD hat damals den Mindestlohn gegen viele Widerstände durchgesetzt. Vier Millionen Menschen haben damals eine Lohnerhöhung bekommen, jetzt sollen 10 Millionen Menschen eine bekommen, wenn wir sagen, er soll mindestens 12 Euro betragen.

Außerdem ging es um die Motivation zur Kandidatur von Verena Hubertz in Trier und Region. Hierzu äußerte Verena Hubertz sich folgendermaßen:

“Mein Herzensthema ist die Arbeitswelt der Zukunft und wie sie sich wandelt. Da geht es darum, wie wir die neuen Arbeitsplätze bei uns entstehen lassen. Aber auch gucken, wie der Wandel und all das was passiert auch so klappt, ohne dass wir jemanden zurücklassen. Arbeitsplätze der Zukunft – Für viele ist das eine Phrase. Ich meine das aber so, habe in Berlin 60 Arbeitsplätze geschaffen und will nun anpacken für unsere Region.”

Zu der Diskussion um eine mögliche Reform des Doppelbesteuerungsabkommens mit Luxemburg ergänzte Sie:

Meine Überzeugung ist: Heutzutage ist die Präsenz, dass man zwanghaft im Büro sitzen muss überholt ist. Meine Forderung ist, dass wir 46 Tage Home-Office gewähren, ohne dass sich dies steuerlich nachteilig für die Arbeitnehmer auswirkt. Mit Blick auf unsere Kommunen sollten wir uns für Ausgleichszahlungen durch Luxemburg starkmachen, denn die Einkommenssteuereinnahmen fehlen dort.

Malu Dreyer schloss den Abend: Wir wissen, Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse in unserer Gesellschaft. Wir dürfen nicht vergessen und aufhören darüber nachzudenken, wie alle daran teilhaben können.

Das ganze Zukunftsgespräch können Sie hier nachschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=oR19_62M57w

Mein Praktikum bei der Post

Viele unserer wichtigsten Arbeitsplätze, haben mit harter körperlicher Arbeit zu tun. Wir sprechen hier von Systemrelevanz. Was bedeutet das für mich? Wer den Laden auf Laufen hält, hat nicht nur klatschen verdient. Ich will als Politikerin über die Schulter schauen, verstehen, wo der Schuh drückt und wie wir als Gesellschaft diesen wichtigen Berufen die verdiente Wertschätzung entgegenbringen können. Immer wieder nehme ich mir deswegen neben dem Wahlkampf Zeit für Tagespraktika – hier im Zustellstützpunkt Saarburg von der Deutschen Post. 

Los ging es um halb Acht Uhr morgens, der Tag beginnt früh. Ich war auf Schicht im Zustellbezirk Ayl eingeteilt, mit sogenannten Verbundzustellungen, also Pakete und Briefe gemeinsam. Der Austausch mit den Beschäftigten war für mich wertvoll. Gerade bei einer wichtigen und anstrengenden Arbeit wie der Zustellung sind die Rahmenbedingungen der Arbeit ein wichtiges Thema. So sollte man sich nach getaner Arbeit nicht noch Abends Sorgen um die Zukunft machen müssen. Konkret bedeutet das gute, tarifgebundene Arbeit, aber genauso wie das Ende von ewigen Befristungen in der Branche.

Einige Anbieter von Zustellungen versuchen dies zu unterlaufen in dem sie vermehrt mit Subunternehmen arbeiten und so prekäre Bedingungen für ihre Beschäftigten schaffen. Kein geregeltes Einkommen, keine Arbeitssicherheit, sie entziehen sich so der Verantwortung, die ein Arbeitgeber zu leisten hat, wenn ein regelmäßiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt. So wollen sie den Preis drücken oder ihre Gewinne erhöhen – auf Kosten der Arbeitnehmer. Als SPD wollen wir dem einen Riegel vorschieben. Mit einem Mindestlohn von 12 Euro und auch dem Ende von sachgrundlosen Befristungen. Hierfür werde ich mich im Bundestag einsetzen.

Auf den Fotos seht ihr wie ich mit Bernd in Ayl unterwegs bin, besonders klimafreundlich mit den modernen elektrischen Street Scootern von der Deutschen Post. Bis 2050, so wie in den Vereinbarungen aus dem Paris Klimaabkommen, will der Konzern Klimaneutralität erreichen und geht mit diesen Fahrzeugen einen Schritt voran. Besonders gefreut hat mich an dem Tag, dass unter den Arbeitnehmern auch Geflüchtete waren, welche die Post vor Ort auch durch die Arbeit integriert. Begleitet am Morgen hat mich auch die engagierte Postlerin Helga Thiel, die vor dem Ruhestand für den Gesamtbetriebsrat der Post tätig war. Danke für das Zusammenbringen und dein Engagement liebe Helga.

Ich bedanke bei den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die mir diese Einblicke ermöglicht haben und freue mich auf die nächste Schicht!

Pressemitteilung: Nominierung zum Listenparteitag

Die SPD Rheinland-Pfalz hat am vergangenen Samstag ihre Landesliste für den 20. Deutschen Bundestag gewählt. 194 Vertreterinnen und Vertreter waren dafür am Samstag unter freiem Himmel in Gensingen zusammengekommen. 

Sie wählten Thomas Hitschler (Südpfalz) mit 94,8 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten der rheinland-pfälzischen SPD. Verena Hubertz (Wahlkreis Trier & Trier-Saarburg) wurde mit 88,6 % auf den guten Platz 6 der Landesliste gewählt. 

Verena Hubertz erklärt hierzu: “Ich freue mich über den sehr guten Listenplatz und bedanke mich für das Vertrauen der Delegierten und des Landesvorstandes. Eine vordere Platzierung als Teil dieses starken Teams ist für mich Vertrauensvorschuss und Motivation zugleich. Mit unternehmerischen Denken in den Bundestag, das ist mein Angebot und dafür stehe ich ein. Mein Ziel bleibt es, den Wahlkreis nach 19 Jahren wieder direkt für die SPD zu holen. Der tolle Listenplatz  gibt unserer Kampagne Auftrieb.”

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin, zeigte sich in ihrer Rede sehr optimistisch für den Wahltag im September: „Wir sind eine geschlossene Partei, nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern auch im Bund. Jetzt werden die Karten neu gemischt. Das Potential der SPD ist groß – viele Menschen sind unentschieden. Deshalb haben wir alle Chancen, unser Ziel zu erreichen.“ Dreyer weiter: „CDU und CSU sind inhaltlich leer und haben einen Korruptionsskandal an der Backe. Die Union darf auf keinen Fall die nächste Bundesregierung führen.“

Bei der Versammlung verabschiedete Thomas Hitschler außerdem die scheidenden und ausgeschiedenen SPD-Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz. Langen Applaus gab es hier insbesondere für die anwesenden Andrea Nahles und Katarina Barley, denen für ihr langjähriges Engagement gedankt wurde. Auf der  Landesliste der SPD Rheinland-Pfalz stehen insgesamt 24 starke Persönlichkeiten – erfahrene Abgeordnete aus Bundestag und Landtag sowie neue Kandidierende mit eindrucksvoller Vita und unterschiedlichen Lebenswegen. Die Landesliste inklusive Ergebnisse finden Sie auf www.spd-rlp.de/web/teamspdrlp.

Unterwegs in Mehring

Letzte Woche war ich in Mehring unterwegs und habe mich dort zu vielen Themen von Weinbau bis Touristik ausgetauscht und spannende Gespräche geführt. 

Los ging es im Weingut Endesfelder, mit der ehemaligen deutschen Weinkönigin Lena, einer inspirierenden Winzerin (davon gibt es in der Tat sogar noch viel zu wenige). Gestartet sind Lena und ich direkt mit einem Ausflug in die Weinberge. Mit tollem Blick über die Mosel und Mehring unterhielten wir uns über die Besonderheiten der Mosel-Weine und die Herausforderungen des Berufs – auch hinsichtlich des Klimawandels.

Das war dann auch direkt das Thema bei der Tourimus-Information, die wir im Anschluss besuchten. Wie erhalten wir die Attraktivität der Region für Naherholung, aber auch externe Besucherinnen und Besucher und schaffen es dennoch passende Stellen für Windräder zu finden (ohne dass diese beliebte Aussichtspunkte blockieren). Hier muss Politik die richtigen Antworten liefern und den Spagat hinbekommen, die vielen Faktoren bei der Standortwahl zu berücksichtigen, aber dennoch die erneuerbaren Energien entschlossen auszubauen. 

Dass Mehring die perfekte Umgebung zur Erholung und sportlichen Aktivität bietet, hat mir die Finnenbahn, ein “Fitness-Studio” draußen im Wald, gezeigt. Diese wurde von vielen Ehrenamtlichen errichtet.

Im Anschluss ging es gemeinsam mit Jessica Reckler einer Arbeitsexpertin aus dem Ortsverein Mehring in den Austausch mit Gewerbetreibenden vor Ort. Themen hier waren die Nachfolgesuche, die wichtig ist, um Geschäfte im Dorfkern auch bei einem Generationenwechsel weiterzuführen. Antworten für den Fachkräfte-Mangel, insbesondere in ländlich geprägten Regionen, nehme ich mit als politische Herausforderung aus dem Termin. 

Beeindruckt hat mich in Mehring der Austausch mit Janin Schmitt, der Inhaberin und Leiterin des örtlichen Reisebüros “Auszeit”. Trotz der Herausforderung der Corona-Pandemie hat Janin die Krise pragmatisch gemeistert und ihren Kundinnen und Kunden bei all den sich stetig wechselnden internationalen Rahmenbedingungen weitergeholfen beim Buchen/Stornieren/Wiederbuchen von Reisen. Die Überbrückungshilfen kamen bei ihr gut an, aber wir haben uns auch über Verbesserungsmöglichkeiten ausgetauscht. 

Der Tag endete dann mit dem ersten Infostand im Wahlkampf, den wir an mehreren Stellen im Dorf aufbauten.

Unsere letzte Station war der EDEKA Markt nah und gut Schmotz. Hier kam ich mit vielen Bürgerinnen und Bürger in den Austausch und freue mich schon auf viele weitere Besuche in Mehring. Meine “Erkenntnisse” durfte ich danach noch auf einem Plakat festhalten. 

Unterwegs in der Stadt Trier

Diesen Mittwoch war ich unterwegs in Trier, um mir Initiativen, Projekte und Baustellen anzugucken, die vielleicht nicht immer in der Öffentlichkeit stehen, aber dennoch wichtig sind oder gute Arbeit leisten. Begleitet hat mich dabei der Genosse und Juso Nils Claasen.

Los ging es mit einem Besuch im Schammatdorf, einem der ersten inklusiv-gemeinschaftlichen Wohnprojekte der Republik. Das Schammatdorf wurde in seinem Kern im Jahr 1979 gegründet mit dem Ziel als „Dorf in der Stadt“ Menschen aller Generationen, Geschlechter, mit oder ohne Handicap und unabhängig der ihrer Herkunft zusammenzubringen. Das zeigt sich auch in der Architektur: Alle Wohnungen sind in einstöckigen Gebäuden um einen gemeinsamen Innenhof mit Bänken und Sandkasten gebaut. Austausch mit den NachbarInnen und Partizipation/Teilnahme an der Gemeinschaft sollen so gefördert werden. Insgesamt sind es momentan 144 Wohnungen, 40 davon barrierefrei, die in 11 Wohnhöfen aufgegliedert sind. Etwa 250 Menschen leben hier. Darunter übrigens auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihr Mann! 

Auch das Schammatdorfzentrum mit seinem Dorfplatz und vielfältigen Nutzungsmöglichkeit steht allen Menschen, Vereinen und Gruppen zur gemeinsamen Nutzung zu Verfügung. Ein Angebot, das gerne und häufig angenommen wird! Anja Loch, die „kleine Bürgermeisterin“, und Norbert Hellenthaler, 1. Vorsitzender des Schammatdorf e.V. haben mir vor Ort alles Notwendige gezeigt und mir viel aus dem gemeinschaftlichen Leben vor Ort, mit allen schönen Seiten, aber auch Hürden, erzählt. Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Arbeit und will sie gerne in Zukunft unterstützen!

Wer mehr über das tolle Projekt erfahren will, findet hier Infos: https://www.schammatdorf.de 

Danach ging es weiter zum Südbahnhof, wo wir den langjährigen Genossen Raimund Scholzem aus dem lokalen SPD-Ortsverein Süd getroffen haben. Raimund setzt sich mittlerweile seit mindestens 20 Jahren dafür ein, dass der Bahnhof endlich barrierefrei wird. Denn die Gleise und damit der Zugang zu den Zügen befinden sich einige Meter über dem Straßenlevel und sind nur über eine längere Treppe erreichbar. Für Menschen, die zum Beispiel auf Rollatoren und Rollstühle angewiesen sind oder einen Kinderwagen dabei haben ist das ein kaum bis unüberwindbares Hindernis! Auch für Radfahrende ist das natürlich alles andere als angenehm. Dabei sind Süd auf der einen und Heiligkreuz auf der anderen Seite der Gleise zwei sehr bevölkerungsreiche Wohnviertel von Trier. Bisher scheiterte ein Ausbau aber immer wieder an Umplanungen, Verzögerungen oder anderen Hindernissen. Schon meine Vorgängerin Katarina Barley hat das Anliegen unterstützt, ich werde das auch tun.

Dann folgte ein kleiner Snack im Süd-Back mit Plausch. Die Verkäuferin sprach mit mir über die neu eingeführte 30er-Zone und freute sich über die Verkehrsberuhigung (sowohl Tempo als auch Lärm), die in ihren Augen allerdings auch mehr kontrolliert werden müsste. Übrigens ein Erfolg der lokalen SPD dank eines einstimmig durch den Ortsbeirat angenommenen Antrags, der gemeinsam mit den Grünen eingebracht wurde. So geht überparteiliche Kommunalpolitik.

Der nächste Stopp war bei SPD-OV-Vorsitzendem Joachim Bell und Ortsbeirätin Anne Ibsch-Wolf in Heiligkreuz. Als Nächstes ging es zum ehemaligen Umspannwerk. Es soll zu einem Begegnungszentrum umgestaltet werden, dass Gruppen, Vereinen und Jugendlichen Raum bietet. Es bestehen jedoch noch bauliche und konzeptionelle Hürden. Die Engagementbereitschaft und Motivation der Bevölkerung sei aber groß und man sei entschlossen, das Projekt umzusetzen. Von dort machten wir einen Rundgang durch einen Teil des Wohngebietes, währenddessen wir uns über die Wichtigkeit von kommunalem und bezahlbarem Wohnungsbau im Allgemeinen unterhielten. 

Ein zentrales Problem, dass Joachim und Anne sehen, ist, dass die öffentliche Hand in Deutschland zu oft Wohnungen und Boden an Private verkauft habe, die kein Interesse an der gemeinschaftsfähigen Erschließung und Nutzung hatten, sondern lieber damit spekulieren. Mietsteigerungen, Verdrängung und sichtbare Kontraste mitten im Viertel zwischen eher wirtschaftlich schwachen und bürgerlichen Haushalten seien die Folge. Kommunen sollten in ihren Augen aufhören, ihr Land und ihre Wohnungen zu verkaufen, beziehungsweise nicht dazu gezwungen werden. Der öffentliche Bestand sollte stattdessen vergrößert werden. Dafür haben sie auch innerparteilich einen Antrag geschrieben und ich bin froh, dass die Forderungen Teil des SPD-Zukunftsprogramms geworden sind. Weitere Informationen dazu gibt es hier: https://www.spd.de/zukunftsprogramm/uebersicht/iii-eine-gesellschaft-des-respekts/share/78101/#m78101 

Zuletzt ging es dann nach West, wo wir den Ortsvorsteher Marc Borkam (SPD), Hubert Weis von der SPD-AG 60+ und Renate Heineck, die lokale Quartiersmanagerin an der ehemaligen Lokrichthalle trafen, von wo es auch zur ehemaligen Arbeitersiedlung im Schankenbungert, Ecke Spirostraße und von dort wiederum zum Gelände der ehemaligen Jägerkaserne ging. Das maßgebliche Thema aller Stationen: Wie können Industriebrachen und ehemaliges Militärgelände sinnvoll und nachhaltig neu erschlossen werden? Wie können solche Stellen Teil einer Quartiersplanung werden, die auch die gemeinschaftliche Entwicklung, den zwischenmenschlichen Zusammenhalt, also die soziale Stadt in den Fokus rückt? 

Sowohl beim alten Lokwerk, als auch auf dem Kasernengelände mangelt es bei den Genossinnen und Genossen nicht an Ideen: Wegen des starken Zuzugs nach Trier sollen natürlich Wohnungen entstehen, aber bezahlbar müssen sie sein! Als Kontrast zu den recht neuen Bobinethöfen soll verhindert werden, dass baulich ein „Keil“ in die Mitte des Viertels gesetzt wird, der nicht nur der sozialen Durchmischung schadet, sondern auch eine nicht gewollte Preis- und Mietsteigerung im Umfeld in Bewegung bringt. Schlagwort Gentrifizierung: Erschließung und Aufwertung des Geländes ja, aber keine drastische Erhöhung der Lebenskosten!  Zugleich soll besonders auf dem Gelände der Jägerkaserne mehr möglich sein: Das Glockenturm-Gebäude bietet sich als mögliches Bürgerhaus an, die ehemalige Schießwand könnte zur Kletterwand umfunktioniert werden und Bereiche, die nicht wohnlich genutzt würden, können zu Freizeitflächen inmitten des Viertels werden. Selbst im Ortsbeirat kann man sich, auch dank der guten Moderation von Marc Borkam, oft gut einigen. 

Dennoch gibt es ein zentrales Problem: Aufgrund der eher rigiden Schuldenabbau-Regeln, die die verschuldete Stadt Trier belasten, kann die Stadt diese Projekte nicht selber in die Hand nehmen. Es zeigt sich also, dass die Verschuldung vieler Kommunen wichtige Politik vor Ort hemmt, was wiederum zu Verdruss bei der Bevölkerung führen kann, wie mir Marc, Hubert und Renate erzählten. Dabei sind diese oft nicht einfach so selbstverschuldet, wie es gerne erzählt wird: Kommunen tragen zum Beispiel zu großen Teilen die Kosten für wichtige Sozialleistungen, haben aber selber nur beschränkten Einfluss auf die Entwicklung der gesamtwirtschaftliche Lage, Corona hat auch das wieder sehr deutlich gezeigt. Die SPD hat hier zum Glück im Konjunkturpaket der Bundesregierung letztes Jahr deutliche Erleichterungen gegen die Union raus verhandelt

Es zeigt sich aber, dass die Blockade des ursprünglich geplanten kommunalen Solidarpakts durch CDU und CSU schwere Folgen für Städte und Gemeinden hat und viele Möglichkeiten verbaut. 

Hier musste Renate sich leider verabschieden, aber ein eigener Termin für ihre Arbeit als Quartiersmanagerin und Projekt-Vernetzungsarbeit rund um das Ziel „soziale Stadt“ ist bereits in Planung.

Mit Marc und Hubert ging es zum Abschluss noch zu den Ruinen des Tempelbezirks Lenus Mars am Irminenwingert, für den sich die beiden eine bessere Nutzung und touristische Erschließung wünschen. 

Fazit: Auch wenn man es nicht immer direkt sieht, ist in Trier unheimlich viel in Bewegung! Es gibt viele tolle Projekte, Potenzial und engagierte Menschen mit Plänen und Lust auf Zukunft. Aber es gibt auch Hürden, die genommen werden müssen. Hier braucht es oft mehr Hilfe von der Bundespolitik, mit denen viel erreicht werden könnte. Umso wichtiger ist es, dass unser Kanzlerkandidat Olaf Scholz an dem Ziel einer stärkeren Unterstützung der Kommunen festhält und ich möchte ihm im Bundestag konkret zeigen, wo wir damit anfangen können!

Unterwegs in der Verbandsgemeinde Hermeskeil

Am vergangenen Samstag, war ich in der VG Hermeskeil gemeinsam mit Gitti Rossmann, der dortigen VG AG-Vorsitzenden unterwegs. Los ging der Tag in Reinsfeld, wo wir viele Gespräche mit ansässigen Gewerbetreibenden, wie der Bäckerei Düren, führten und den Kindergarten besuchten. Danach ging es in das geplante Gewerbegebiet, welches gemeinsam mit der Stadt Hermeskeil und dem Kreis Trier-Saarburg entstehen soll.

Mittags sind wir dann nach Hermeskeil, wo uns Stadtbürgermeisterin Lena Weber einen Rundgang durch ihre Stadt gab. In Hermeskeil spielt besonders der Tourismus eine große Rolle. Neben vielen tollen Museen gibt es hier unzählige schöne Wanderwege. Des Weiteren haben wir über den Sportplatz des Hermeskeiler Sportverein gesprochen. Hier wird sich seitens der Stadt eine Förderung gewünscht, um diesen zu modernisieren und zu erneuern.

Nach dem Besuch in Hermeskeil, haben wir die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Hinzert besucht, um am Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, allen Opfern des NS-Regimes zu gedenken.

Nachmittags ging es dann zu Daniel und Romina Hoff sowie weiteren GenossInnen nach Beuren. Hier gibt es alles, was man zum Leben braucht. Neben einem ortsansässigen Hausarzt, gibt es  einen mit viel Herzblut geführten  Frische-Markt, bei dem man alles für den täglichen Bedarf bekommt. Ein großes Thema ist hier die Windkraft. Man würde sehr gerne Windräder im Gemeindegebiet bauen. Ein weiteres Problem ist die Busanbindung. Im Gegensatz zu Hermeskeil, wo der Bus stündlich Richtung Trier und Türkismühle fährt, kommt der Bus in Beuren lediglich zweimal am Tag. Die Gespräche mit Daniel und Romina haben mir noch einmal die verdeutlicht, wie wichtig eine gute Anbindung in unserer Region ist. Hier möchte ich im Bundestag meinen Teil zu beitragen, um moderne Lösungen zu finden.

Nach unserem Besuch in Beuren, sind wir zu Joachim Wellenberg nach Damflos zu einem Kaffee und einem Stück Kuchen gefahren. Er ist nicht nur Bürgermeister seiner Gemeinde, sondern auch gemeinsam mit Lena Vorsitzender des KiTa Zweckverbandes.

Von Damflos aus ging es dann nach Züsch. Hier habe ich unter anderem Uschi Stimmler kennengelernt. Mit ihr haben wir viel über die Herausforderungen von Kunst- und Kulturschaffenden in der Corona Krise gesprochen. Danach trafen wir Hermann Bernardy. Er ist Beigeordneter der Verbandsgemeinde. Wir haben gemeinsam über die Infrastruktur auf dem Land, aber auch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald gesprochen.

Geendet hat der Tag dann, wie er begann. Am Radweg wurden wir von Helga Thiel, einer Genossin, die früher stellvertretende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Post war, empfangen. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um direkt ein Tagespraktikum bei der Post mit ihr zu vereinbaren. Davon möchte ich nämlich in den kommenden Wochen einige machen, um möglichst viel über verschiedene Lebensrealitäten zu lernen. Dadurch will ich selber erfahren, wo Probleme sind und wie diese die Arbeit beeinträchtigen, um zielgerichtete und realitätsnahe Lösungen zu finden. Wenn ihr eine Praktikumsidee habt – ich schaue gerne vorbei – meldet Euch einfach unter dem Kontaktformular.

Mein Fazit: Die VG Hermeskeil und der schöne Hochwald haben viel zu bieten und ich freue mich schon wieder zu Besuch zu sein.

Europatag in Schweich

Letztes Jahr wurde eine der wichtigsten Errungenschaften in Europa sichtbar: offene Grenzen. Viele aus unserer Region werden sich erinnern, was während der Anfangszeit der Pandemie im Moment größter Unsicherheit passierte: Schlagbäume, Grenzkontrolle, Bundespolizei. Für einige war es das erste Mal, sich bei einer Grenzkontrolle mit dem Pass ausweisen zu müssen. Manche musste sich von ihrem Arbeitgeber aufwendig bescheinigen lassen, dass sie über die Grenze zum Arbeiten durften. Das hat in Erinnerung gerufen, dass offene Grenzen nicht selbstverständlich sind. Wir müssen uns immer wieder dafür einsetzen.
Heute ist Europatag und ich spreche mit Katarina Barley über ihre Arbeit im Europäischen Parlament und wie wir Europa stärker machen können. Auch ihr könnt Euch engagieren. In der Konferenz zur Zukunft Europas werden derzeit über den ganzen Kontinent in Veranstaltungen und Foren Ideen zur Zukunft der Europäischen Union gesammelt. Welche Prioritäten sollte Europa haben? Wie können wir die Herausforderungen der Zukunft dort gemeinsam angehen? Das sind nur einige der Fragen, die in einem Bürgerdialog beantwortet werden sollen. Macht mit und beteiligt Euch an der Debatte: https://futureu.europa.eu/pages/getinvolved?locale=de