Energiewende gelingt vor Ort

Eine nachhaltige, bürgernahe und dezentrale Energieversorgung ist gerade in Zeiten des Klimawandels und steigender Energiepreise von großer Bedeutung. Die Bürgerenergiegenossenschaft Gusterath ist eine von rund 1.100 Energiegenossenschaften deutschlandweit und zeigt beispielhaft, wie Energiewende in unserer Region unter direkter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gelingen kann.

Umso mehr habe ich mich gefreut, am 5. Juni die im März 2025 in Betrieb genommene Photovoltaik-Freiflächenanlage in Gusterath zu besuchen und mit den Verantwortlichen über ihre Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.

Was im Herbst 2021 mit einer Idee aus einem Gespräch unter Nachbarn begann, ist heute ein konkretes Bürgerenergieprojekt mit über 200 Mitgliedern, 1.567 Anteilen und 55 verkauften Bezugsrechten. Sowohl Privatpersonen als auch juristische Personen können Mitglied der Genossenschaft werden und sich so aktiv an der Energiewende vor Ort beteiligen.

Die BEG Gusterath verbindet Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und demokratische Teilhabe — Themen, die mir besonders am Herzen liegen. Neben der konkreten Umsetzung der Projekte vor Ort ging es im Gespräch auch um die politischen Rahmenbedingungen, die solche Initiativen erleichtern oder erschweren können: etwa die Beschleunigung von Genehmigungen, Fragen rund um den Netzanschluss, Finanzierungen und bürokratische Verfahren.

Ich bin dankbar für den Einblick in dieses starke Projekt aus unserer Region und nehme die Erfahrungen und Anliegen der Bürgerenergiegenossenschaft mit nach Berlin. Denn die Energiewende gelingt dann am besten, wenn sie vor Ort getragen und gemeinsam gestaltet wird.